Psychologische Tinnitus-Therapie

Grundlage der Therapie 

Auf Grundlage meiner langjährigen klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungen in der psychotherapeutischen Tinnitus-Behandlung biete ich Tinnitus-Betroffenen meine therapeutische Unterstützung an. Das von mir entwickelte Therapiekonzept berücksichtigt den aktuellen Forschungsstand in der psychologisch fundierten Therapie des chronischen Tinnitus und entspricht den ADANO-Richtlinien zur Tinnitus-Behandlung.

Therapie des chronischen Tinnitus 

Mein Therapieangebot richtet sich primär an Patienten mit chronischem Tinnitus. Ziel der Therapie ist nicht ein „Verschwinden“ der Ohrgeräusche, sondern eine Verminderung des Tinnitus-bezogenen Leistungsdrucks. Im Idealfall wird der Tinnitus von den Betroffenen im Verlauf der Therapie nur noch bei bewusster Konzentration auf das Ohrgeräusch wahrgenommen.

In Orientierung an dem Behandlungskonzept der Forschungsgruppe um Frau Prof. Kröner-Herwig stehen kognitiv-behaviorale Techniken im Vordergrund. Die Therapie ist als eigenständiger Behandlungsansatz konzipiert, kann aber auch im Rahmen einer Tinnitus Retraining Therapie (TRT) mit zusätzlicher auditorischer Stimulation durchgeführt werden. Durch kognitive Techniken werden Tinnitus-bezogene Aufmerksamkeits- und Bewertungsprozesse so beeinflusst werden, dass eine Habituation (i.S.e. psychophysischen Gewöhnung) einsetzt und das Ohrgeräusch aus dem Bereich der bewussten Wahrnehmung verdrängt wird.

Daneben werden tiefenpsychologische Annahmen berücksichtigt, indem geschaut wird, ob der Tinnitus eher als Ausdruck innerseelischer Konflikte zu verstehen ist und daher eine breiter angelegte psychotherapeutische Behandlung indiziert ist. Zeigt sich, dass neben dem Tinnitus-Leidensdrucks schwerwiegendere psychische Störungen vorliegen und eine intensivere psychotherapeutische Behandlung im Sinne einer längeren  Richtlinien-Psychotherapie angezeigt ist, unterstütze ich Sie gern bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten.

Die Behandlung ist auf zehn 50-minütigen Sitzungen ausgerichtet, die in der Regel in ein- bis zweiwöchigen Abständen stattfinden. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass bei Tinnitus-Patienten bereits innerhalb dieses kurzen Behandlungszeitraums sehr gute Behandlungserfolge erzielt werden können.

Therapie des (sub)akuten Tinnitus

Bei Patienten mit akutem oder subakutem Tinnitus (Ohrgeräusche bestehen nicht länger als 12 Monaten) ist die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Abklingens der Ohrgeräusche ohne eine spezifische Behandlung relativ hoch. Dennoch kann in bestimmten Fällen auch schon in dieser Phase eine psychologische Unterstützung sinnvoll sein.

Studien haben gezeigt, dass der Tinnitus bei Patienten, die in der akuten Erkrankungsphase seelisch stark belastet sind, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, zu chronifizieren und einen größeren Leidensdruck zu verursachen. Daher können Patienten, die sich in der (sub)akuten Erkrankungsphase durch die Ohrgeräusche besonders stark belastet zeigen, gut von einer frühzeitigen psychologischen Unterstützung profitieren.

In dieser Erkrankungsphase liegt der therapeutische Schwerpunkt auf einer Verbesserung der Fähigkeit, aktuell wirksame seelische Belastungsfaktoren zu bewältigen und den Prozesses der Tinnitushabituation (i.S. einer psychophysischen Gewöhnung) einzuleiten, um auf dieser Grundlage einer Tinnitus-Chronifizierung  entgegenzuwirken.

Kosten

Das Behandlungsangebot richtet sich an privat versicherte Patienten und Selbstzahler, eine Abrechnung mit Krankenkassen ist leider nicht möglich.